Pressemitteilungen

Startschuss für G2 Schulkoffer Pilotprojekt

Hamburg/Fürth, 06.03.2017

Mit dem G² Schulkoffer Workshop fiel der Startschuss für das Pilotprojekt, das die stiftung elektro-altgeräte register (stiftung ear) und die Stiftung GRS Batterien (GRS Batterien) in Kooperation mit der Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH (EAK) initiiert haben. Abfallberater/innen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden am 23.02.17 fit gemacht für den Einsatz der ersten 20 Schulkoffer im Primar- und Sekundarstufenbereich.

Den Anstoß für die Initiative zur Steigerung der Sammelquoten gaben mehrere Faktoren: (1) Bildungsangebote sind ein wichtiges Instrument für eine nachhaltige Steigerung der Sammelquoten, so das Ergebnis des in Kooperation mit dem Verband kommunaler Unternehmen (VKU), dem Deutschen Städte- sowie Landkreistag initiierten G2 Kommunikationsprojekts. Ein Workshop mit AbfallberaterInnen in NRW hat dieses Ergebnis bestätigt. (2) Die Bildungsinitiative „Inspektor Energie“ begeistert seit Jahren Kinder des Elementarstufenbereiches für das Sammeln von Batterien und seit 2016 auch von Elektro-Altgeräten. (3) In Österreich ist der Elektroaltgeräte-und Altbatterien-Schulkoffer der EAK bereits seit 2014 mit großem Erfolg im Einsatz. Entwickelt wurde er von der EAK gemeinsam mit Vertretern der AbfallberaterInnen sowie dem Umweltdachverband und dem D.R.Z (Demontage Recyklingzentrum Wien). Das Projekt wurde auch vom österreichischen Umweltministerium sowie vom Bildungsministerium unterstützt.

Aufgrund der unterschiedlichen Rahmenbedingungen wurde der Koffer und das didaktische Begleitmaterial zunächst auf Deutschland angepasst. Ob und in welchem Rahmen ein möglicher Roll-out erfolgen kann, soll nun im Rahmen der Pilotphase ermittelt werden. „Die Abfallberater sind absolute Experten ihres Fachs.“, so Alexander Goldberg, Vorstand stiftung ear. „Mit dem Schulkoffer wollen wir ihnen ein Instrument an die Hand geben, mit dem sie ihr umfassendes Wissen zum Thema Entsorgung von Elektro-Altgeräten und Batterien spielerisch und mit vielfältigen Methoden an die Schüler und heranwachsenden Verbraucher weitergeben können und damit letztendlich ihre wichtige Arbeit erleichtern.“

„Als weiteres wichtiges Mittel zur Steigerung der Sammelquoten sehen wir unsere „g2-infoplattform“, weist Georgios Chryssos, Vorstand GRS Batterien auf die Gemeinsame Informationsplattform Elektro-Altgeräte und Batterien hin, „über die wir die Verbraucherkommunikation beteiligter Stakeholder wie örE (öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger), Verbraucherzentralen, Bildungsträger, Vertreiber und Nichtregierungsorganisationen untersützen wollen.“ Nach Registrierung haben Nutzer über die Plattform Zugang zu Textbausteinen, Informationen z. B. zu den genannten Bildungsangeboten bis hin zu offenen – d. h. an das Unternehmensdesign der kommunizierenden Akteure anpassbaren – Daten der jeweils aktuellen Kampagne.

Informationen und Registrierung unter www.g2-infoplattform.de

Über die Stiftung GRS Batterien

Die Stiftung Gemeinsames Rücknahmesystem Batterien (Stiftung GRS Batterien) ist verantwortlich für die bundesweite Sammlung, Sortierung und Verwertung von gebrauchten Batterien. 1998 gegründet, übernimmt GRS Batterien die für den Verbraucher unentgeltliche Batterierücknahme und –entsorgung in Deutschland. Mittlerweile ist die Stiftung für die Produkte von mehr als 3.000 Batterieherstellern und -importeuren verantwortlich. Zur Erfüllung der Rücknahmeverpflichtung hat GRS Batterien deutschlandweit und flächendeckend mehr als 170.000 Rückgabestellen eingerichtet, davon allein 140.000 im Handel. Die aktuelle Sammelquote beträgt 45,9 % und liegt damit über der gesetzlich vorgeschriebenen Quote. Nahezu alle zurückgenommenen Batterien werden wiederverwertet.

www.grs-batterien.de

Über die Elektroaltgeräte Koordinierungsstelle Austria GmbH (EAK)

Die EAK führt die praktische und administrative Koordinierung der Abholung der gesammelten Elektrogeräte und Batterien durch und zeichnet für Öffentlichkeitsarbeit, Daten-Dokumentation und Berichtwesen an das BMLFUW (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft; Umwelt und Wasserwirtschaft) sowie an die die Europäische Kommission verantwortlich. Die EAK ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich aus Vertretern der Wirtschaftskammer Österreich sowie den von der EAG VO und der Batterienverordnung betroffenen Branchenvertretern zusammensetzt.

www.eak-austria.at

Neues ElektroG und BattG – jetzt in Kraft!

Drohende Gefahr für Verkäufer von PV-Modulen und Energiespeichern

Hamburg/Fürth, 26.10.2015

Am 24.10.2015 ist das neue ElektroG in Kraft getreten; das neue BattG tritt am 06.11.2015 in Kraft. Durch mögliche Unkenntnis ihrer Pflichten im Rahmen der Gesetze drohen Erst-Inverkehrbringern von PV-Modulen und Energiespeichern weitreichende Sanktionen, von Bußgeldern bis hin zu Verkaufsverboten. Durch rasches Handeln können Betroffene – Produzenten, OEMs und Importeure wie z. B. Handwerksbetriebe – diese leicht umgehen.

Wer ist betroffen?

Betroffen sind Hersteller von PV-Modulen und stationären Energiespeichern. Zu Herstellern zählen neben Produzenten, u. a. auch OEMs und Importeure wie z. B. Handwerksbetriebe. Als Erst-Inverkehrbringer unterliegen sie den sogenannten Herstellerpflichten des ElektroG (Elektro- und Elektronikgerätegesetz bei PV-Modulen) bzw. des BattG (Batteriegesetz bei stationären Energiespeichern).

Was ändert sich mit dem neuen ElektroG?

Das neue ElektroG ist am Samstag, 24.10.2015 in Kraft getreten. Damit fallen PV-Module nun grundsätzlich als b2c-Elektrogeräte unter Kategorie 4 des Gesetzes. Bevor Hersteller PV-Module in Verkehr bringen, müssen sie bei der stiftung ear registriert sein. Vertreiber nicht-registrierter Geräte müssen bereits vor dem Anbieten zum Verkauf solcher Geräte bei der stiftung ear registriert sein.

Was ist zu tun?

Mit Inkrafttreten des neuen ElektroG muss unverzüglich ein Registrierungsantrag bei der stiftung ear gestellt und die gesetzlich geforderte insolvenzsichere Garantie nachgewiesen werden. Der Registrierungsantrag wird dann durch die stiftung ear geprüft und die Registrierung zum 01.02.2016 erteilt. Ohne erteilte Registrierung dürfen ab diesem Zeitpunkt keine PV-Module mehr in Verkehr gebracht werden!

Wann gilt das ElektroG und wann das BattG mit welchen Folgen?

Stationäre Energiespeicher sind i. d. Regel Geräte ohne elektrische Funktionalitäten im Sinne des ElektroG, gelten in diesem Fall nicht als Elektrogeräte und unterliegen dann auch nicht dem ElektroG, sondern gelten als Industriebatterien im Sinne des BattG. Für Hersteller solcher Geräte sind damit folgende Pflichten verbunden: Sie müssen

  • ihre Marktteilnahme im Batterieregister des Umweltbundesamtes anzeigen.
  • sich entweder dem GRS Branchenrücknahmesystem anschließen oder individuell die Altbatterie-Rücknahme sicherstellen.

Verstöße gegen auch nur eine dieser beiden Pflichten gelten als eine nicht ordnungsgemäße Registrierung und stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit empfindlichen Bußgeldern bis hin zu Verkaufsverboten geahndet werden kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass ordnungsgemäß registrierte Hersteller wettbewerbsrechtlich gegen nicht registrierte Hersteller vorgehen können.

Sofern Inverkehrbringer stationärer Speicher die Rücknahme von Altspeichern individuell organisieren wollen, müssen sie zudem erweiterte bilanzielle Rückstellungspflichten berücksichtigen.

Wer gilt als Hersteller?

Aktuell herrscht insbesondere Unkenntnis darüber, wer Hersteller im Sinne des ElektroG ist. Hersteller von PV-Modulen ist,

  • wer unter seinem Namen oder seiner Marke Geräte in Deutschland herstellt und anbietet,
  • wer Geräte anderer Hersteller unter seiner Marke / seinem Namen anbietet bzw. weiterverkauft oder
  • wer erstmals PV-Module von außerhalb Deutschlands in Deutschland anbietet, wobei dies unabhängig davon ist, welche Marke / welcher Name auf dem Gerät steht.

Zudem gelten Vertreiber als Hersteller, wenn sie vorsätzlich oder fahrlässig PV-Module nicht ordnungsgemäß registrierter Hersteller zum Verkauf anbieten!

Für Hersteller stationärer Energiespeicher gilt im Sinne des BattG gleiches. Hersteller ist ebenfalls derjenige, unter dessen (Marken-)Namen das Systemmodul letztendlich in Verkehr gebracht wird. Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Hersteller / Lieferanten der im Speicher enthaltenen Batteriesysteme als die gesetzlich Rücknahmeverpflichteten zu betrachten sind.

Besondere Vorsicht ist bei Direktimporten geboten! Hier gilt derjenige, der Speichergeräte einführt und in Deutschland weitervertreibt, als Hersteller, das können u. U. auch kleine Handwerksbetriebe sein.

Wie sind Sanktionen am besten zu vermeiden?

Um Rechtsunsicherheiten auszuräumen und etwaige Bußgelder und Verkaufsverbote zu vermeiden, sollten Hersteller, Vertreiber aber auch Installationsbetriebe, Fach- und Großhändler unbedingt überprüfen, ob die von Ihnen (weiter-)vertriebenen Systeme ordnungsgemäß gemäß ElektroG und BattG registriert sind. Aufgrund der breiten Unkenntnis im Markt sollte man sich hierbei jedoch nicht auf die alleinige Zusicherung des Lieferanten verlassen. Die stiftung ear und das GRS Rücknahmesystem bieten hierzu weitere Informationen an.

Diese finden Sie unter

stiftung ear:

GRS Branchenrücknahmesystem

Neuer Vorsitzender des Kuratoriums der stiftung elektro-altgeräte register

Dr. Dr. h.c. Robert Kugler übernimmt Vorsitz von Hans-Joachim Kamp 

Fürth, 03.07.2013 - PR 04/2013

Der bisherige stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der stiftung elektro-altgeräte register, Dr. Dr. h.c. Robert Kugler, Geschäftsführer der Neff GmbH, ist in der gestrigen Sitzung des Kuratoriums zum neuen Vorsitzenden gewählt worden. Er übernimmt den Vorsitz von Hans-Joachim Kamp, der dieses Amt seit der konstituierenden Sitzung des Kuratoriums im September 2004 inne hatte. Zum neuen stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Kuratorium Richard E. Geitner, CEO der C. & E. FEIN GmbH.

Hans Joachim Kamp hatte seinen Vorsitz Mitte Juni niedergelegt. Er war der stiftung ear von Beginn an auf das Engste verbunden. Zunächst als Geschäftsführer der Philips Consumer Electronics und später als Vorsitzender der Geschäftsführung der Philips GmbH hat Herr Kamp bereits die Entstehung der Elektro-Altgeräte-Richtlinie (WEEE 1) und deren Umsetzung durch das ElektroG aktiv und mit großem persönlichen Engagement begleitet.

„Als langjähriger Vizepräsident des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) sowie als ehemaliger Vorsitzender des ZVEI-Fachverbandes Consumer Electronics gehört Hans-Joachim Kamp zu den Initiatoren und Wegbereitern der stiftung ear“, erklärte ear-Vorstand Alexander Goldberg. „Er hat als Vorsitzender des Kuratoriums der stiftung ear stets als wichtiger und kenntnisreicher Ratgeber zur Seite gestanden und unsere Arbeit damit nachhaltig gefördert. Durch seine stets ausgleichende und besonnene Art hat er nicht selten bei widerstreitenden Interessen der verschiedenen Stakeholder erfolgreich als Mediator gewirkt.“

Der neue Vorsitzende des Kuratoriums, Dr. Robert Kugler, wird diese Tradition fortsetzen, da auch er bereits von der ersten Stunde an die Arbeit der stiftung ear begleitet und unterstützt hat. „Wir freuen uns sehr, dass Herr Dr. Kugler sich bereit erklärt hat, dieses Amt zu übernehmen. Er ist der Garant für Kontinuität in der Beratung der stiftung ear und er ist unserer Organisation in gleicher Weise eng verbunden.“

Die stiftung ear mit Sitz in Fürth, Bayern, koordiniert die Entsorgung von Elektro-Altgeräten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Sie hat 25 Mitarbeiter. Die stiftung ear wurde durch das Umweltbundesamt mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben beliehen und untersteht dessen Rechts- und Fachaufsicht.

Umbenennung der B2C-Gerätearten im Bereich Lampen und Leuchten führt zu Kostensenkung für Lampen-Hersteller

stiftung ear verändert zum 1. August 2013 Entsorgungswege in den Sammelgruppen 4 und 5

Fürth, 01.07.2013 - PR 03/2013

Nach der Anpassung der Verwaltungspraxis zur Abgrenzung von Lampen und Leuchten an die europäischen Öko-Design-Vorschriften zum 1. Februar 2013 wird die stiftung ear zum 1. August 2013 einen weiteren Schritt zur kostengerechteren Entsorgung von Lampen vollziehen: Die B2C-Gerätearten der Kategorie 5 werden umbenannt. Unter die Geräteart 5 a fallen künftig ausschließlich „Gasentladungslampen, die in privaten Haushalten genutzt werden können“, und zwar auch dann, wenn sie mit Leuchten fest verbunden sind. Für alle weiteren Lampen gilt hingegen die Geräteart 5 b „Sonstige Beleuchtungskörper oder Geräte für die Ausbreitung oder Steuerung von Licht, die in privaten Haushalten genutzt werden können“. Dies schließt auch LED-Lampen ein, unabhängig davon, ob sie mit einer Leuchte fest verbunden sind oder nicht.

Auf diese Weise wird künftig sicher gestellt, dass in der Sammelgruppe 4 ausschließlich Gasentladungslampen (auch wenn sie mit Leuchten fest verbunden sind) gesammelt werden. Alle anderen Beleuchtungskörper – mit Leuchten fest verbunden oder nicht – werden der Sammelgruppe 5 zugeordnet. Dies trägt den besonderen Anforderungen Rechnung, die an die Entsorgung von Gasentladungslampen gestellt werden. Ihre Entsorgung wird künftig „sortenrein“ erfolgen.
ear-Vorstand Alexander Goldberg ist in diesem Zusammenhang vor allem eines wichtig: „Mit dieser neuen Zuordnung werden die Entsorgungswege in einem sehr komplexen Bereich verändert. Dies führt zu einer drastischen Kostensenkung für Hersteller von Lampen, die keine Gasentladungslampen sind. Denn Hersteller, die ausschließlich Lampen –also alle Lampen außer Gasentladungslampen – produzieren, profitieren ab dem 1. August doppelt: Sie müssen einerseits einen deutlich geringeren Garantiebetrag nachweisen, nämlich 119 Euro/t anstatt zuvor 1300 Euro/t. Zudem sind auch die Entsorgungskosten in der Sammelgruppe 5 deutlich geringer als in der Sammelgruppe 4. Teilweise können sogar Erlöse erzielt werden“.
Diese Lösung führt dazu, dass Hersteller, die bisher mit der Geräteart 5 a registriert sind und ausschließlich LED-Lampen in Verkehr bringen, auch wenn sie mit einer Leuchte fest verbunden sind, eine neue Registrierung in der Geräteart 5 b benötigen. Die neuen Registrierungen sind mit der/den entsprechenden Marke(n) und (jeweils) der neuen Geräteart 5 b „Sonstige Beleuchtungskörper oder Geräte für die Ausbreitung oder Steuerung von Licht, die in privaten Haushalten genutzt werden können“ bei der stiftung ear zu beantragen. Die Aufhebung der bisherigen, nicht mehr benötigten Registrierungen wird durch die stiftung ear kostenfrei vorgenommen.
Die stiftung ear hat – um Herstellern Zeit für die Anpassung ihrer Registrierungen an die neue Lage zu geben – eine Karenzfrist bis zum 1. Januar 2014 festgelegt. Ab genanntem Datum müssen Hersteller von Lampen dann über eine gegebenenfalls erforderliche Registrierung in der Geräteart 5 b verfügen. Gleichzeitig hat die stiftung ear die Karenzfrist für Hersteller von Lampen mit fest verbundenen Leuchten ebenfalls noch einmal verlängert. Auch hier gilt nun der 1. Januar 2014.

Die stiftung ear mit Sitz in Fürth, Bayern, koordiniert die Entsorgung von Elektro-Altgeräten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Sie hat 25 Mitarbeiter. Die stiftung ear wurde durch das Umweltbundesamt mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben beliehen und untersteht dessen Rechts- und Fachaufsicht.

Abgrenzung zwischen Lampen und Leuchten wird vereinfacht

stiftung ear sorgt durch Anpassung an einheitliche europäische Regelungen für Rechtssicherheit

Fürth, 01.02.2013 - PR 02/2013

Die stiftung elektro-altgeräte register wird zum 1. Februar 2013 ihre Verwaltungspraxis zur Abgrenzung von Lampen und Leuchten an die europäischen Ökodesign-Vorschriften anpassen. Diese enthalten sehr genaue und umfassende Begriffsbestimmungen für die verschiedenen Arten von Lampen und Leuchten. Im Interesse einer einheitlichen europäischen Praxis werden diese Definitionen künftig auch der Abgrenzung von Lampen und Leuchten im Rahmen des ElektroG zugrunde gelegt.

„Die rasant fortschreitende Entwicklung neuer Techniken wie der LED-Technik hat in der Praxis immer häufiger dazu geführt, dass die Abgrenzung zwischen Lampe und Leuchte sehr viel schwieriger geworden ist. Die bislang zugrunde gelegten Kriterien sind vielfach ineinander übergegangen oder miteinander verschmolzen“, betonte Alexander Goldberg, Vorstand der stiftung ear. „Das hat zu Unsicherheiten bei den Herstellern und zu zahlreichen praktischen Problemen geführt, die wir jetzt konsequent abbauen. Die künftige Verwaltungspraxis wird die Abgrenzung deutlich stringenter und damit in der Praxis für alle Betroffenen handhabbarer machen.“

Goldberg unterstrich, dass sich die Verminderung der schädlichen Umweltauswirkungen am Ende der Lebensdauer eines Produktes als ein Ziel der Ökodesign-Richtlinie mit den Zielen des ElektroG deckt. Eine einheitliche Beurteilung auf der Grundlage derselben Begriffsbestimmungen leiste damit auch einen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der umweltpolitischen Praxis.

Die stiftung ear mit Sitz in Fürth, Bayern, koordiniert die Entsorgung von Elektro-Altgeräten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Sie hat 26 Mitarbeiter. Die stiftung ear wurde durch das Umweltbundesamt mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben beliehen und untersteht dessen Rechts- und Fachaufsicht.

Internetpräsenz der stiftung ear jetzt auch in englischer Sprache

Fürth, 07.01.2013 - PR 01/2013

Schon lange geplant, von vielen erhofft – jetzt ist sie endlich da: Die Webseite der stiftung elektro-altgeräte register hat seit heute eine Version in englischer Sprache. „Die stiftung ear trägt damit den Wünschen ausländischer Hersteller Rechnung, die sich den gesetzlichen Vorschriften des ElektroG entsprechend verhalten wollen, aber oftmals an der deutschen Sprache gescheitert sind“, erklärte ear-Vorstand Alexander Goldberg.
Die englische Version beinhalte nicht nur alle sachlichen Informationen und technischen Hinweise wie insbesondere den gesamten Katalog der Fragen und Antworten, betonte Goldberg weiter. „Es war auch immer wieder ein Anliegen verschiedener ausländischer Institutionen wie auch unserer Kunden, Information rund um die deutsche Umsetzung der WEEE in Englisch zu bekommen. Auch werde der Informationsaustausch zwischen den Nationalen Registern damit gefördert. Die Umsetzung war eine echte Herausforderung, aber ich denke, es hat sich gelohnt. Damit stellen wir auch ein Stück weit mehr Wettbewerbsgerechtigkeit her für alle, die Elektro- und Elektronikgeräte auf den deutschen Markt bringen, gleichgültig, wo sie beheimatet sind.“
Hersteller aus dem Ausland können jetzt selbständig und ohne Sprachbarrieren den Anforderungen des ElektroG in allen Bereichen gerecht werden. Auf eines wies Goldberg allerdings auch in diesem Zusammenhang hin: „Die Aussage, man habe die umfangreichen Vorschriften und Regeln des deutschen Systems nicht verstanden, wird künftig nicht mehr verfangen. Jetzt haben alle Hersteller die gleichen Bedingungen und wir erwarten, dass sie ihnen auch entsprechend gerecht werden.“
Die englische Version der Webseite www.stiftung-ear.de ist über die englische Fahne auf der jeweiligen Seite der Homepage gekennzeichnet.

Die stiftung ear mit Sitz in Fürth, Bayern, koordiniert die Entsorgung von Elektro-Altgeräten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Sie hat 26 Mitarbeiter. Die stiftung ear wurde durch das Umweltbundesamt mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben beliehen und untersteht dessen Rechts- und Fachaufsicht.

stiftung ear passt Verwaltungspraxis zu Lampen zum 1. Januar 2013 den technischen Entwicklungen an

Umstellung auf tatsächliche Gewichtsangaben für Mengenmeldungen und Garantienachweise

Fürth, 01.08.2012 - PR 04/2012

Zum 1. Januar 2013 wird die stiftung elektro-altgeräte register ihre bisherige Verwaltungspraxis zu Angaben der Hersteller von Lampen umstellen: Bislang wird der Berechnung von Garantienachweisen im Bereich der Sammelgruppe 4 (Gasentladungslampen) ein Durchschnittsgewicht von 0,120 kg pro Lampe zugrundegelegt. Künftig wird das reale Gewicht der Lampen Grundlage der Garantieberechnungen sein. Die Veränderung betrifft auch die Abholkoordination. Erfolgte die Meldung der monatlich in den Verkehr gebrachten Lampen bislang auf Stück-Basis, so wird auch insoweit ab dem 1. Januar 2013 eine Meldung des realen Lampengewichts eines jeden Herstellers vorzunehmen sein. „Aufgrund der erheblichen technischen Veränderungen im Produktbereich der Lampen, insbesondere durch die rasant wachsende Nutzung von LED-Lampen, die oft deutlich leichter als 0,120 kg sind, bildet das bereits 2005 eingeführte Durchschnittsgewicht das heutige tatsächliche Gewichtsaufkommen nicht mehr ausreichend differenziert ab“, erklärte ear-Vorstand Alexander Goldberg. „Mit der Umstellung auf das reale Gewicht passen wir unsere Verwaltungspraxis diesen tatsächlichen Veränderungen des Marktes an. Wir tragen damit entscheidend zur Förderung eines gerechten Wettbewerbs bei, da jeder Hersteller sowohl im Rahmen der Garantiestellung und auch im Rahmen der Abholkoordination nur noch nach dem individuellen Gewicht seiner in Verkehr gebrachten Produkte herangezogen wird.“

Mit der frühzeitigen Ankündigung der vorgesehenen Umstellung eröffnet die stiftung ear den Herstellern von Lampen einen ausreichenden Zeitraum, um ihre internen Strukturen und Systeme der künftigen Verwaltungspraxis anzupassen.

Die stiftung ear mit Sitz in Fürth, Bayern, koordiniert die Entsorgung von Elektro-Altgeräten in der gesamten Bundesrepublik Deutschland. Sie hat 26 Mitarbeiter. Die stiftung ear wurde durch das Umweltbundesamt mit der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben beliehen und untersteht dessen Rechts- und Fachaufsicht.