Umwelt- und Ressourcenschutz

Die Gründe für die getrennte Erfassung ebenso wie die umwelt- und fachgerechte Entsorgung von Altgeräten liegen auf der Hand: Einerseits gelangen bei der richtigen Entsorgung keine Schadstoffe in die Umwelt; andererseits können wertvolle Rohstoffe wiedergewonnen und als Sekundärrohstoffe wieder in der Produktion eingesetzt werden.

Aus Alt wird Neu

Metalle wie Eisen, Aluminium, Kupfer aber auch Kunststoffe und Glas sind nur einige der Stoffe, die für die Produktion von Elektrogeräten verwendet werden. Dank immer besserer Recyclingverfahren können diese Stoffe heute wiedergewonnen und in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden. So werden diese Wertstoffe beispielsweise in Metallhütten für die Produktion neuer Metalle eingesetzt. Mit Blick auf die zunehmende Rohstoffknappheit ist dies nicht nur ein wichtiger Umwelt-, sondern auch wirtschaftlicher Aspekt.

Zum Schutz von Umwelt und Gesundheit

Entsorgen Sie Ihre Altgeräte fälschlicherweise über den Hausmüll, hat dies Folgen für unsere Umwelt: Bei der Verbrennung der enthaltenen Schadstoffe können z. B. Schwermetalldämpfe, Dioxine und Furane entstehen, die bei der Abgasreinigung nicht vollständig herausgefiltert werden und somit in die Umwelt gelangen können, wodurch Mensch und Natur Schaden nehmen.

Vermeiden – Wiederverwenden – Recyceln – Verwerten

„Der beste Müll ist der, der gar nicht erst entsteht“. Fragen Sie sich: „Ist es unwiederbringlich kaputt oder kann ich es reparieren (lassen)?“, bevor Sie Ihr defektes Elektrogerät entsorgen. Nur wenn dies nicht der Fall bzw. nicht sinnvoll ist, sollten Sie Ihr Altgerät wegwerfen – doch keinesfalls über den Hausmüll, sondern ausschließlich über die Sammel- und Rücknahmestellen der Kommunen, des Handels oder der Hersteller.

Von den Sammel- und Rücknahmestellen gelangen die Altgeräte in die Erstbehandlungsanlagen, wo zunächst Schad- und Störstoffe zur Vorbereitung für die mechanische Aufbereitung entfernt werden. Bei der weiteren mechanischen Aufbereitung der schadstofffreien Altgeräte werden wichtige Sekundärrohstoffe separiert, die für die Produktion neuer Elektrogeräte und Produkte eingesetzt werden können. Nach der Aufbereitung noch verbleibende Reststoffe werden energetisch verwertet (Verwendung als Brennstoff oder zur Verfüllung).

Von Deutschland in die Welt

Das von der EU finanzierte CWIT-Projekt (Countering WEEE Illegal Trade) hat untersucht, wie die seit 2003 in Europa geltende WEEE-Richtlinie umgesetzt wird. Laut der Studie wurden 2012 lediglich 35% (3,3 Mio. Tonnen) der Altgeräte ordnungsgemäß entsorgt. 65% bzw. 6,15 Mio. Tonnen hingegen wurden entweder unsachgemäß recycelt, illegal exportiert oder einfach weggeworfen.

Beispielsweise verlassen 1,3 Mio. Tonnen Elektroschrott und zumeist noch funktionsfähige Computer die EU auf illegalem Weg. Es ist davon auszugehen, dass vornehmlich China oder afrikanische Staaten wie Nigeria und Ghana zu den Bestimmungsländern zählen. Aber auch innerhalb der EU werden 4,7 Mio. Tonnen Elektroschrott pro Jahr hin und her verschoben.

Indem Sie Ihre Altgeräte ausschließlich über die Sammel- und Rücknahmestellen der Kommunen, des Handels oder der Hersteller entsorgen, helfen Sie mit, diese Entwicklung zu stoppen.